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Beschreibung der Objekte im Areal des Schlosses Český KrumlovAreal des Schlosses Český KrumlovDas gesamte Schloßareal ist durchgängig für die Öffentlichkeit geöffnet und in der Saison, vor allem abends, bieten sich bei einem Spaziergang durch einzelne Schloßhöfe ungewöhnliche Erlebnisse an. Während des Rundgangs durch die Schloßexterieure kann man durch die sog. Untere Burg, die den I. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov (Tummelplatz) und den II. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov, den sog. Gardenhof, umfaßt, gehen. Weiter wird der Rundgang über den III. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov und den IV. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov, die den Komplex der Oberen Burg bilden, fortgesetzt. Über die Brücke Plášťový most (Mantelbrücke) gelangt man zum V. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov und in den ausgedehnten Schloßgarten in Český Krumlov, wo jedoch der Eintritt durch die Betriebszeiten und die Theaterproduktion des Südböhmischen Theaters im Theater mit drehbarem Zuschauerraum bestimmt wird.



I. Hof des Schlosses Český Krumlov

II. Hof des Schlosses Český Krumlov

III. Hof des Schlosses Český Krumlov

IV. Hof des Schlosses Český Krumlov

V. Hof des Schlosses Český Krumlov

VI. Schlossgarten



 

I. Hof des Schlosses Český Krumlov

I. Hof des Schlosses Český KrumlovDer Raum der ursprünglichen Vorburg mit Wällen und Schanzen verwandelte sich dank der Bauentwicklung bis zum Ende des 16. Jahrhunderts in einen verbauten und lebendigen Wirtschaftshof. Den Haupteingang in den I. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov aus dem Stadtteil - aus der Straße Latran bildet ein mit Rustikamauerwerk verziertes Tor mit einer hölzernen Pforte, das nach der Anstrichfarbe das Rote Tor genannt wird. Der obere Teil des Tores mit dem Schwarzenberger Wappen ist zum Teil ursprünglich, aus dem Jahre 1861, die Torflügel und weitere Details wurden im Jahre 1988 renoviert.

Schloß Nr. 57 - der SalzstadelDas Gebäude rechts vom Roten Tor (Schloß Nr. 57 - der Salzstadel) nennt man den Salzstadel und es geht um ein ursprünglich gotisches Wirtschaftsobjekt, wo das Umfassungsmauerwerk und die Steingewände der Fenster in der Torecke gotischen Ursprungs sind, gotischen Charakter hat bis heute auch der Dachstuhl. Im Verlauf der Bauentwicklung veränderte sich auch die Funktion des Gebäudes. Im Jahre 1511, wo es zum erstenmal erwähnt wird, wurde es als Mälzerei genutzt, seit Ende des 16. Jahrhunderts diente es als Speicher. Im Jahre 1723 wurde das Gebäude in einen Salzstadel verwandelt (davon kommt der heutige Name) und endlich wurde es 1876 in Beamtenwohnungen umgebaut.

Schloß Nr. 46 - die neue ApothekeDer gemauerte Kern des Gebäudes links vom Roten Tor (Schloß Nr. 46 - die neue Apotheke) mit einer 1556 datierten Renaissancesgraffitofassade stammt vielleicht schon aus dem 14. Jahrhundert. Es wird nicht ganz passend Apotheke genannte, denn ab 1629, seitdem es im Besitz der Fürstenfamilie von Eggenberg ist, ist es in den Kontrollberichten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Wohnung des herrschaftlichen Arztes zu finden. Erst im Jahre 1915 wurde ins Erdgeschoß die Schloßapotheke aus dem Haus Schloß Nr. 66 - die alte Apothekeverlegt.

Schloß Nr. 232 - PferdestallungenLinks vom Roten Tor befindet sich der umfangreiche Komplex der ehemaligen Stallungen mit einem Speicher im Obergeschoß (Schloß Nr. 232 - Pferdestallungen), der heutige Säulensaal. Die Pferdestallungen wurden schon im Jahre 1556 erwähnt, 1603 spricht man über Stallungen für 50 Pferde. Im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts werden schon teilweise Umbauten der Stallungen oder des Speichers erwähnt, im Jahre 1878 verlief eine gründliche Rekonstruktion des Objektes. 1939 wurde auf dem Schloßhof der Betrieb der Stallungen beendet, das Gebäude wurde in Büros umgewandelt und es wurde hier der Säulensaal errichtet, der heute als Ausstellungsraum genutzt wird.

Schloß Nr. 58 - die alte BurggrafschaftAn dem Schloßtreppenhaus weiter auf der linken Seite steht das Objekt Schloß Nr. 58 - die alte Burggrafschaft, wo der höchste Beamte und Burgverwalter wohnte. In der komplizierten Grundrißdisposition des Objektes sind die Etappen der Bauentwicklung zu sehen und auch die Schwierigkeiten bei der Anpassung des Baues an das Terrain. Ein Teil des Umfassungsmauerwerkes ist gotischen Ursprungs, die Renaissanceperiode des Aufbaus - in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts - ist sowohl im Interieur als auch im Exterieur des Baues deutlich. Am südlichen und nördlichen Teil ist der radikale Barockumbau oder der klassizistische Umbau aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zu sehen. In Richtung zum Schloßtor blieb ein Teil des Verbindungsganges erhalten, der aus der oberen Burg in das Minoritenkloster führte.

Der Raum des I. Schloßhofes, der ursprüngliche sog. Tummelplatz, öffnet sich auf der rechten Seite in eine Parkanlage, die wahrscheinlich im 16. Jahrhundert gegründet wurde.

Brunnen auf dem I. Schloßhof des Schlosses Český KrumlovDer steinerne Brunnen auf dem I. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov im Parkzentrum stammt aus dem Jahre 1561. Davor waren hier wahrscheinlich Ausläufe für Pferde oder Vieh, davon kann man den alten Namen Tummelplatz ableiten. Der Kranz von Wirtschaftsgebäuden, der die Linie der Vorburgschanzen kopiert, entstand an dieser Stelle wahrscheinlich schon ab dem 14. Jahrhundert, und er hat eine interessante Bauentwicklung. Die Schanzen wurden nämlich von zwei Seiten umbaut, und zwar mit Wirtschaftsobjekten von der Seite der Burg und mit Bürgerhäusern von der Seite der Straße Latran.

Die einzelnen Objekte erfüllten verschiedene Funktionen, die sich im Lauf der Jahrhunderte veränderten - zum Beispiel das Objekt Schloß Nr. 66 - die alte Apotheke, das seit 1587 diesen Namen trug. Außer daß das Objekt seit dem Anfang des 18. Jahrhundert zur Unterbringung der höheren fürstlichen Beamten benutzt wurde, erwähnen die Inventare der Objekte die Umbauten des Apothekenlabors, des Raumes für Laboranten oder Zimmer für den Apotheker. Im Jahre 1915 wurde dann die Apotheke mit dem ganzen Betrieb ins Haus Schloß Nr. 46 - die neue Apotheke verlegt, die freien Räume wurden in Wohnungen umgebaut und das Erdgeschoß dann in eine Verkaufsstelle.

Schloßobjekte - der SchmiedeerhaltenVon weiteren interessanten Objekten sollte das Eislager erwähnt werden, heute nur im Grundriß der Umfassungsmauern gleich in der Nähe eines der Schloßobjekte - der Schmiedeerhalten. Die Inventare aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts erwähnen gleich zwei Schmieden. Das bis heute erhaltene Objekt entstand im Jahre 1654 und wird als ein wertvolles historisches Element des Wirtschaftsgebäudes eingeschätzt.

 

Schloß Nr. 65 - BrauereiDas Gebäude der ehemaligen Brauerei (Schloß Nr. 65 - Brauerei) erhielt seine heutige Form um das Jahr 1561 und im Zusammenhang mit dem Bau wird im Jahre 1579 der Krumauer Burggraf und spätere Regent der Herrschaft Jakub Krčín von Jelčany erwähnt. Eine ausführlichere Quelle aus dem Schloßinventar von 1607 beschreibt Kammer, Räume, Speicher, Siederei, Mälzerei, Keller und bemerkenswert sind auch die angeführten Vorräte, die große Ansprüche an Räume belegen. Es scheint, daß zum Betrieb der Brauerei auch weitere Nebengebäude dienten, und nicht nur das eigentliche Objekt mit dem erhaltenen Renaissancesgraffitoverputz und mit dem großzügigen Speicher mit großen Kellern, von Mittelpfeilern gestützt. In den Jahren 1624 - 1625 wurde der Betrieb der Brauerei nach außerhalb des Schloßareals verlegt und die einzelnen Objekte wurden zu Wohnungen und Werkstätten für Handwerker, zu Speichern oder Lagern adaptiert. Von den Handwerkern sind hier zum Beispiel Wagenbauer, Schreiner, Dachdecker angeführt. Am Ende des 19. Jahrhundert wurde hier die fürstliche Molkerei mit Butter- und Käseproduktion errichtet.

Das Objekt Schloß Nr. 184 - Spital lag an der Stelle des heutigen Durchgangs in den Hirschengarten, wo offensichtlich in der Befestigung ein Tor stand. Im 16. Jahrhundert waren hier Werkstätten und Wohnungen der herrschaftlichen Diener und im Jahre 1775 wurde hier ein Spital für die Schloßdienerschaft errichtet, das bis zum Ende des 19. Jahrhundert funktionierte.

Das Schloß Nr. 64 - Büchsenmacherei ist das letzte Objekt in diesem Teil des Schloßhofes, es wurde an der südwestlichen Ecke der mächtigen Bastion irgendwann am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Es wird als Wohnung und Werkstatt des herrschaftlichen Büchsenmachers bezeichnet, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts waren hier Wohnungen der Beamten.

Schloß - KutschenschuppenGegenüber dem Komplex der Wirtschaftsgebäude stehen an den Wällen großzügig projektierte Kutschenschuppen (Schloß - Kutschenschuppen), die irgendwann am Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut wurden. Infolge des Betriebs des Beamtenapparates und der hohen Frequenz der Fürstenbesuche waren die Ansprüche an Lagerung von Kutschen, Schlitten oder anderen Fuhrwerken beträchtlich. Es ist interessant, daß auch nach dem Brand im Jahre 1774 die Kutschenschuppen im ursprünglichen Umfang erneuert wurden.



 

II. Hof des Schlosses Český Krumlov

II. Hof des Schlosses Český KrumlovDie mächtigen Bastionen beim Eingang in den II. Schloßhof sind ein Bestandteil der im Jahre 1620 errichteten Befestigung. Am Anfang der Unruhen des Dreißigjährigen Krieges ließ der Kommandant der kaiserlichen Burggarnison Ferdinand Carrati de Carrara eine Befestigung bauen. Die Löwen als Schildträger tragen auf den Bastionsspitzen Schilde mit dem Wappen des Fürsten Joseph Adam zu Schwarzenberg (1722 - 1782) links und seiner Gemahlin Maria Theresia von Liechtenstein (1721 - 1753) rechts.

Ein tiefer Graben ist mit einer Steinbrücke überbrückt, die an der Stelle der ursprünglichen Fallbrücke im Jahre 1647 errichtet wurde. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden auf den Brüstungsmauern der Brücke die Statuen der Jungfrau Maria und St. Josefs installiert. Seit dem 16. Jahrhundert werden im Bärengraben auf dem Schloß Český Krumlov. Bären gehalten als der lebender Beleg der vermuteten Verwandtschaft der Herren von Rosenberg mit dem italienischen Geschlecht von Orsini. Über der Steinlaibung des Tores wurden die Wappen Wilhelms von Rosenberg (1535 - 1592), Johann Antons von Eggenberg (1610 - 1649) und seiner Ehefrau Maria Anna von Brandenburg (1609 - 1680) installiert.

Der heutige II. Schloßhof ist der Raum der ursprünglichen sog. unteren Burg mit folgendem Komplex von Objekten: Kleine Burg mit Turm, Neue Burggrafschaft, Münze und Butterfaß. Das Terrain des Hofes erhielt seine heutige Gestalt irgendwann um das Jahr 1640, im Mittelalter handelte es sich offensichtlich um einen wenig bebauten Raum, der als Befestigung zwischen der unteren und oberen Burg diente. Erst in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts während des großzügigen Umbaus der Krumauer Burg in eine repräsentative Schloßresidenz wurde der Raum mit weiteren Gebäuden verbaut.

Schloß Nr. 59 - Kleine Burg, Schloß Nr. 59 - SchloßturmDer älteste und bedeutendste Bau ist das Gebäude der sog. Kleinen Burg mit dem Schloßturm (Schloß Nr. 59 - Kleine Burg, Schloß Nr. 59 - Schloßturm). In der linken Schloßhofecke gibt es eine Treppe zu diesem Objekt, das als ein mächtiger Zylinderturm mit einem Palas schon in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt wird. Unter der Regierung Wilhelms von Rosenberg leitete der Architekt Baldassare Maggi d´ Arogno um das Jahr 1580 den Gesamtumbau der frühgotischen Kleinen Burg, und der einfache gotische Palas wurde in ein Renaissancewohnhaus umgebaut. Der Turm wurde auch umgebaut und im letzten Stock wurde ein Arkadenumgang errichtet. Im Jahre 1591 hat der Maler Bartoloměj Beránek-Jelínek den Schloßturm und die Kleine Burg mit Malereien - mit figuralen und architektonischen Motiven - ausgeschmückt. Nach der Öffnung des Turmknopfes am 22. August 1991 gelang es, aufgrund der gefundenen Dokumente die Daten der Bauetappen in den Jahren 1690, 1794 und 1947 zu präzisieren. Die gegenwärtigen Restaurator- und Rekonstruktionsarbeiten zielen auf die Rehabilitation des architektonischen Renaissanceplans des Turmes und der Kleinen Burg, der in manchen Teilen immer noch sichtbar ist bzw. sich unter dem Verputz aus dem 19. Jahrhundert verbirgt.

Schloß Nr. 59 - die Neue BurggrafschaftIm Rahmen der erwähnten Bauaktivität von Baldassare Maggi d´ Arogno wurde um das Jahr 1578 die sog. Neue Burggrafschaft gebaut (Schloß Nr. 59 - die Neue Burggrafschaft), die von zwei Seiten - der nördlichen und der östlichen - den Raum des II. Schloßhofes abschloß. Das Gebäude mit einer rechtwinkligen Zweiflügeldisposition ist auf großzügig gewölbten Kellern errichtet (Länge 48 m, Höhe 4,6 m, Breite 8,5 m). Ein solcher Kellerraum ist, mit Ausnahme der Prager Burg, in der tschechischen Schloßarchitektur einzigartig. In den Kellern mit Ausgang in den Tummelplatz waren ursprünglich Stallungen, in einem weiteren Trakt der kleineren Keller war bis 1803 ein Gefängnis, das sich neben den Räumen für die Bären befand. Erdgeschoß und Obergeschoß des Gebäudes wurden ursprünglich für den administrativen Betrieb des Schlosses genutzt, heute befindet sich im Obergeschoß über dem Einfahrtstor die Schloßbibliothek, die 40 000 Bände von Belletrie und wissenschaftlicher Literatur enthält, die in den letzten vier Jahrhunderten gesammelt wurden. In dem größeren Nordflügel siedelte in den Jahren 1800 bis 1850 eine der ersten landwirtschaftlichen Fachschulen in Böhmen. Jetzt sind hier Büros und Depositare der Filiale des Staatlichen Regionalarchivs mit einer großen Menge von Schriftstücken von der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Räume im Erdgeschoß wurden unter anderem als Kasernen der Schwarzenbergischen Garde genutzt, die hier von 1742 bis 1949 wirkte. Vier Kanonen aus den Jahren 1608, 1644 und 1870 sind hier von der Schloßgarde zurückgeblieben. Chiaroscuros, ursprünglich Renaissancemalereien auf der Fassade, wahrscheinlich unter der Leitung von Gabriel de Blonde in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts angebracht, wurden in den Jahren 1842 und 1908 erneuert.

Schloß Nr. 59 - MünzeDie südliche Seite des Schloßhofes schließt eines der jüngsten Gebäuden ab - die sog. Münze (Schloß Nr. 59 - Münze). Auf das Jahr 1642 beziehen sich die Berichte über die Wiedererrichtung der Münze im Zusammenhang mit der Bauaktivität des Fürsten Johann Anton I. von Eggenberg (1610 - 1649). Zuverlässiger kann man aber dieses Gebäude an dieser Stelle erst in den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts lokalisieren.  

                           

Schloß Nr. 59 - MünzeNach dem Brand im Jahre 1729 leitete den Umbau der Architekt A. E. Martinelli, das Gebäude wurde um einen Stock erhöht und erhielt sein heutiges Aussehen. Die Stuckverzierung über dem mittleren Eingang deutet den Gebrauchszweck des Gebäudes an - außer dem älteren Münzbetrieb (das Prägen von Münzen) war hier die Wohnung des fürstlichen Jägermeisters, später wurden hier Büros des Großgrundbesitzes, der Forstdirektion usw. errichtet. In jüngster Zeit wurde das Erdgeschoß für die Bedürfnisse der Schloßverwaltung adaptiert und in den Kellerräumen befinden sich die Depositare des Staatlichen Regionalarchivs. Im Obergeschoß wurden Ausstellungsräume errichtet (Dienstleistungen für Touristen im Areal des Schlosses Český Krumlov).

Der Brunnen auf dem II. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov ist 1641 datiert und seine Installation hing offensichtlich mit der Terrainaufbereitung des Schloßhofes zusammen. Den Zutritt zu der oberen Burg erschwerte der zweite Burggraben. In der gotischen Periode war hier ein Turm mit Treppenhaus, der mit dem Palast durch eine Holzbrücke im Obergeschoß verbunden war. Den Kern dieses gotischen Turmes mit Treppenhaus bildet heute das Objekt des Schmalzkastens (Schloß Nr. 59 - Schmalzkasten), das nach dem Renaissanceumbau zur Butterproduktion und zur Verarbeitung der Milchprodukte für den Bedarf der Schloßküche diente. Die gegenwärtige Sgraffitifassade des Gebäudes wurde 1989 renoviert. Im Jahre 1575 wurde der Zutritt zu der oberen Burg zur heutigen Form ausgebaut (der Gang, der den II. und III. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov verbindet), wobei die Fallbrücke in der Mitte des 17. Jahrhunderts beseitigt wurde.



 

III. Hof des Schlosses Český Krumlov

III. Hof des Schlosses Český KrumlovDurch das Portal des Ausfahrtstores aus dem II. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov, über dem sich drei Wappen - das Rosenberger, das Eggenberger und das Brandenburger - befinden (Wappen im Areal des Schlosses Český Krumlov), führt die Straße in den Raum der sog. oberen Burg (Schloß Nr. 59 - die Obere Burg). Der Komplex der Palastgebäude, der den III. und IV. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov umgibt, entstand in den einzelnen Bauetappen von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert. Trotz der komplizierten Bauentwicklung behielten die Gebäude den Renaissancecharakter aus der Zeit ihrer höchsten Blüte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts unter der Regierung des Herrschers Wilhelm von Rosenberg (1535-1592). Das charakteristische Gepräge verliehen ihnen die Architekten Antonio Ericerus Vlach, Baldassare Maggi d´ Arogno oder der Maler Gabriel de Blonde.

Auf dem aufbereiteten und stellenweise behauenen Felsmassiv befinden sich unter dem Schloßhof mehrgeschossige gewölbte Keller, die als ein zuverlässiges Fundament für die Mauer der Palastgebäude, einige Dutzend Meter hoch, gebaut wurden. Nur an einigen Stellen, und zwar vor allem im westlichen Teil der oberen Burg, blieben Belege der gotischen Bauphase erhalten (Schloß Český Krumlov in der Zeit der Gotik). Es handelt sich um die St. Georgs-Kapelle und die St. Katharinen-Kapelle, die zum ersten Mal im Jahre 1334 erwähnt wurden, und um einen gotischen Raum mit einem nicht klaren Zweck neben der sog. Romanischen Kammer. Andere Räume sind Ergebnis der Bauaktivitäten im 16., 17. und 18. Jahrhundert.

Es ist bemerkenswert, daß der Charakter der großzügigen und monumentalen Renaissanceresidenz durch Bauarbeiten des 17. und 18. Jahrhunderts nicht verwischt wurde - er wurde respektiert. Unter anderem zeugen davon die Malereien an den Fassaden beider Schloßhöfe (Werk des Malers Gabriel de Blonde um das Jahr 1575), auf denen allegorische und mythologische Szenen und Persönlichkeiten aus der griechischen und römischen Geschichte dargestellt sind (Wandmalereien auf dem III. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov, Wandmalereien auf dem IV. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov). Die Arbeiten an den Fassaden im 17. und 18. Jahrhundert führten nicht zu ihrer Liquidierung. In den Jahren 1909 bis 1912 wurden sie zum Teil restauriert und von dem Schwarzenberger Restaurator Theofil Melicher ergänzt. Die Obere Burg ist für die Schloßbesucher von einer besonders großen Bedeutung, denn die Interieure sind hier für die Besucher in zwei Besichtigungstrassen zugänglich.



 

IV. Hof des Schlosses Český Krumlov

IV. Hof des Schlosses Český KrumlovDer Komplex der Palastgebäude, die den IV. Schloßhof des Schlosses umgeben, entstand in den einzelnen Bauetappen von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert. Trotz der komplizierten Bauentwicklung behielten die Gebäude den Renaissancecharakter aus der Zeit ihrer höchsten Blüte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts unter der Regierung des Herrschers Wilhelm von Rosenberg (1535-1592). Das charakteristische Gepräge verliehen ihnen die Architekten Antonio Ericerus Vlach, Baldassare Maggi d´ Arogno oder der Maler Gabriel de Blonde.

Auf dem aufbereiteten und stellenweise behauten Felsmassiv befinden sich unter dem Schloßhof mehrgeschossige gewölbte Keller, die als zuverlässiges Fundament für die Mauer der Palastgebäude, einige Dutzend Meter hoch, gebaut wurden. Die Interieure von drei Stockwerken der Schloßkeller mit einer Keramikausstellung sind für Besucher zugänglich.

Der Charakter der großzügigen und monumentalen Renaissanceresidenz wurde durch Bauarbeiten des 17. und 18. Jahrhunderts nicht verwischt, im Gegenteil, er wurde respektiert. Unter anderem zeugen davon die Malereien an den Fassaden beider Schloßhöfe, an denen allegorische und mythologische Szenen und Persönlichkeiten aus der griechischen und römischen Geschichte dargestellt sind. Die Malereien entstanden um das Jahr 1588. Ihr Autor ist nicht bekannt, aber nach der Arbeitsweise stammte der Maler wahrscheinlich aus Frankreich oder aus Südwestdeutschland. Die Arbeit an den Fassaden im 17. und 18. Jahrhundert führten nicht zu ihrer Liquidierung. In den Jahren 1909 bis 1912 wurden sie zum Teil restauriert und von dem Schwarzenberger Restaurator Theofil Melicher ergänzt. Die Obere Burg ist für die Schloßbesucher von einer besonders großen Bedeutung, denn die Interieure sind hier für die Besucher in zwei Besichtigungstrassen zugänglich.



 

V. Hof des Schlosses Český Krumlov

Der MantelbrückeIn den Raum des V. Schloßhofes kommen wir aus den Gebäuden der Oberen Burg über die sog. Mantelbrücke. Es geht um ein mutiges und wirkungsvolles Werk. Der gedeckte dreigeschossige Gang steht auf mächtigen Pfeilern, die in den Obergeschossen gewölbt sind. Der ursprüngliche Steg mit der Fallbrücke über dem im Mittelalter ausgebrochenen Graben wurde in den Bauetappen in den Jahren 1686, 1707, 1748 und 1765 durch einen gemauerten Gang ersetzt. Der Gang im Untergeschoß verbindet den Maskensaal mit dem Schloßtheater. Durch den Verbindungsgangim Obergeschoß der Brücke kann man bis in den Schloßgarten kommen.

Der V. Schloßhof, wo ursprünglich Fortifikationsbauten oder Wirtschaftsgebäude standen, veränderte sein Aussehen im Jahre 1681, als hier das Theatergebäude errichtet wurde. Die das Terrain ausgleichenden Steinterrassen und die Schanzen ermöglichten die Bauexpansion in westlicher Richtung. Fürst Johann Christian von Eggenberg ließ hier im Jahre 1684 ein Theatergebäude erbauen, das 1766 umgebaut wurde. Das Schloßbarocktheater ist, mit den Worten des großen Freundes und Bewunderers dieses Theaters, Universitätsprofessors Peter Peřina gesagt: ".... das strahlendste Juwel in der Theaterkrone der historischen Erbschaft dieses Planeten ...." Es repräsentiert eine hochentwickelte Barockszene und in der Gesamtheit der ursprünglichen Ausstattung blieb hier ein Exemplar der durchdachten Barockszene erhalten, die, was Stil und Technik betrifft, auf einem sehr guten Niveau war. Der ursprüngliche Theaterfonds blieb sowohl in gegenständlichen Realien - wie z. B. Zuschauerraum, Bühne, Bühnentechnik, Kulissen, Kostüme, Beleuchtungstechnik, Requisiten - als auch in einer reichen Archivdokumentation des Repertoires erhalten.

Schloss Nr. 177 - das RenaissancehausEin untrennbarer Bestandteil des Theaters ist das sog. Renaissancehaus (Schloß Nr. 177 - das sog. Renaissancehaus),dessen westliche Umfassungsmauer ein Rest der mittelalterlichen Fortifikation ist. Die heutige Disposition des Gebäudes, minimal im Umfang des Erdgeschosses, wurde wahrscheinlich nach einem Projekt des Baumeisters Antonín Vlach um das Jahr 1570 gebaut. 1765 wurde der erste Stock umgebaut, der Dachstuhl wurde gleichzeitig mit dem Gang der Mantelbrücke umgebaut und die Fassade wurde mit dem Schloßtheater vereinigt.

Das eiserne Tor mit der Pförtnerei (Schloß Nr. 60 - Pförtnerei) schließt den 5. Schloßhof des Schloßareals ab, weitere Bauten befinden sich im Raum des Schloßgartens. Der Weg rechts führt zu dem Teil des Gartens, der Sommerreitschule genannt wird und in Vergangenheit als Raum für das Sommertraining der Pferde und Reiter diente.In der unmittelbaren Nähe der Sommerreitschule wurde um das Jahr 1745 nach einem Entwurf von Andreas Altomonte die klassische Winterreitschule gebaut. Die Autoren der reichen Stuckverzierung sind Jan Antonín Zinner und der Stukkateur Matthias André.

 

 

Schloßgarten in Český Krumlov

Schloßgarten in Český Krumlov
 
Lokalisierung und Beschreibung des Objekts :
Ein untrennbarer Bestandteil des Schloßareals (und auch der Teil mit der größten Fläche) ist der im 17. Jahrhundert angelegte Barockgarten. Er liegt auf einer Anhöhe und an einem Hang, der von südwestlicher Seite dem Komplex der Schloßgebäude auf dem V. Schloßhof des Schlosses Český Krumlov anliegt.
 
 
Die ursprüngliche Benennung :
Die älteste bekannte Benennung des Gartens ist Neuer Garten (deutsch im Original Neuer Garten), im Unterschied zu dem älteren Renaissancegarten in der Neustadt. Weitere später benutzte Benennungen sind: Der neue Fürstengarten, französisch Jardin du Prince de Schwarzenberg, der deutsche Name ohne bekanntes tschechisches Äquivalent Lust- und Ziergarten, Hofgarten.
 
 
Objektbeschreibung :
Der Schloßgarten liegt auf einem Grundstück in Form eines länglichen Rechtecks mit den Ausmaßen von etwa 150 x 750 m. Die Gesamtfläche des Gartens beträgt 10,875 ha. Die Tiefenachse des Gartens ist in Richtung Nordost - Südwest orientiert.
Das ganze Territorium des Schloßgartens ist mit einer Mauer umgeben. Auf der nordöstlichen Seite des Gartens, gegenüber der Fassade des sog. Renaissance-hauses (Schloß Nr. 177 - das sog. Renaissancehaus) befinden sich zwei schmalere Terrassen. Die Überseehöhe des Gartens beträgt an der niedrigsten Stelle 492 m. Das Gartenterrain steigt dann südwestwärts, in die Tiefe des Gartens, mit zwei Terrassen, mit dem sog. unteren Parterre und mit dem oberen Garten bis zum Ende des Gartens in einer Überseehöhe von 552 m. Die hintere Mauer des Gartens geht dann in die freie Landschaft über.Der Garten war in der Vergangenheit durch einige Tore und kleine Tore, durch den Holzgang aus dem sog. Renaissancehaus und durch den Verbindungsgang aus dem eigentlichen Schloß zugänglich. Der Schloßgarten setzt sich aus folgenden Teilen zusammen :
 
  • Terrasse der sog. SommerreitschuleTerrasse der sog. Sommerreitschule: eine rechteckige Fläche, von ausgewachsenen Linden gesäumt, in der Vergangenheit als Übungsplatz zum Reiten genutzt

 

 

 

 

 

  • Terrasse des sog. unteren ParterresTerrasse des sog. unteren Parterres: große quadratische Fläche, teilweise im Rokokostil rekonstruiert im oberen Teil des Parterres befindet sich die Kaskadenfontäne im Rokokostil

 

 

 

 

 

  • Terrasse des sog. oberen GartensTerrasse des sog. oberen Gartens: eine etwa 500 m lange und 150 m breite rechteckige Fläche, jetzt mit einer überwiegend freien Gartenform, Reste des ursprünglichen Barockgartens stellen außer dem erhaltenen Schema von Wegen und des quadratischen Schloßteiches folgende Objekte dar :

 

- das Lustschloß Bellarie das Lustschloß Bellarie (davor ist das Theater mit dem drehbaren Zuschauerraum)

 

 

 

- der Musikpavillonder Musikpavillon

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die gegenwärtige Nutzung :
Für Besucher sind in der Gegenwart folgende Eingänge bestimmt :
  • das sog. untere Tor von der Reitschule (Schloß Nr. 178 - Schloßreitschule)
  • das sog. Haupttor an der Kreuzung der Straßen K zámecké zahradě (Zum Schloßgarten) und Důlní (Bergwerkstraße) (neben dem Areal der Schloßversorgungsgärtnerei)
  • das kleine Tor neben dem Haus Schloß Nr. 62 - Schenke Markéta (vom Parkplatz an der Schloßreitschule zugänglich)